Das hatten sich die Sportfreunde wohl anders vorgestellt. Beim D-Ligaduell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenfünften wollten die Soester mit dem ersten Spiel der Rückrunde gleich ein Ausrufezeichen setzen. Ein fulminanter Start ließ dazu auch berechtige Hoffnungen zu. Fabian Wenz, der sich in den letzten Wochen von seinen Mannschaftskameraden so einige Neckereien über seine Torflaute anhören musste, die sich seit Saisonbeginn durchzog, machte dabei das wohl beste Spiel seit langem. Bereits nach 3 Minuten platzierte er den Ball ins gegnerische Gehäuse. Keine 7 Minuten später trug er sich erneut in die Torschützenliste ein und jeder seiner Kollegen freute sich mit ihm. Das 3:0 (17.) durch Peter Rakowski sollte scheinbar reichen, um die Punkte mitzunehmen. Was dann geschah, bedarf einiger Erklärungen. Oberense, mittlerweile sehr weit vorgerückt, wirkte plötzlich galliger auf das runde Leder, als die Grün-Roten. Auf der anderen Seite gab es zu wenig Bewegungen und Mobilität, um Angebote zu schaffen. Das 3:1 (19.) erfolgte nach einem unnötigen Ballverlust über der linken Seite. Gefährliche Dribblings der Soester sorgten dafür, dass die Oberenser immer hochkarätigere Chance bekamen. Das 3:2 (30.) machte das Spiel nun wieder spannend. Bis zum Halbzeitpfiff konnte sich das Geschehen wieder etwas beruhigen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit konzentrierte sich die Zweite überwiegend um das Halten des Ergebnisses. Die Zweikämpfe wurden nun ruppiger geführt, da beide Teams merkten, dass es noch um was geht. Besonders in der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Nach zwei Weltklasse-Paraden von Klaus Pfeifer, jeweils nach Eckbällen, war auch er am Ende machtlos, als in der 87. Minute der Ausgleich zum 3:3 erzielt wurde. Ein Unentschieden, das auswärts im Grunde sehr viel wert ist, in Relation zu einer 3:0-Führung aber mehr als ernüchternd wirkt, beschäftigt die Jungs. Doch aufgeben kommt nicht in Frage. Zielgerichtet, wie man die Sportfreunde kennt, sind sie schon jetzt auf Lauerstellung, bereit, ihrem Fehler im nächsten Spiel gegen Welver III mit einem Sieg auszugleichen.