Es war das Spitzenspiel in der D-Kreisliga am vergangenen Sonntag. Der Viertplatzierte (SC Lippetal) empfing den Zweitplatzierten (SF Soest-Müllingsen). Auch wenn es für die Lippetaler tabellarisch um nichts mehr ging, außer um ein paar Kisten Bier, sofern sie die Soest-Müllingser zum Stolpern bringen, wie uns nach dem Spiel mitgeteilt wurde, war es D-Ligaspiel in dem beide Mannschaften ein wirklich hohes Niveau abriefen. Besonders die Lippetaler kamen in den ersten 20 Minuten zu sehr guten Chancen und hätten nicht zu unrecht mit zwei oder drei Toren in Führung gehen müssen. Ab Mitte der ersten Halbzeit fingen dann auch die Soester aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. Die beste Chance vergab Wenz nach Eckball vor dem gegnerischen Gehäuse. Bis zum Halbzeitpfiff hatten beide Mannschaften sehr gute Konterchancen, konnten diese aber nicht zielführend nutzen. Entweder waren beide gut aufgestellten Keeper im Weg oder die Bälle flogen neben das Tor her. In der Pause verlangte Spielertrainer Klaus Pfeifer vor allem mehr Konzentration und lobte zurecht den bis dahin tadellos aufspielenden Benni Hasseler, der sich in jeden Zweikampf reinwarf, wie Bud Spencer in eine Prügelei. Worte, die Wirkung zeigten. Die Sportfreunde legten nun noch ein paar Prozentpunkte zu. Mit einem zwinkernden Auge auf Spaßebene wohlgemerkt, seien hier auch unsere Freunde des TuS Jahn Soest gegrüßt, die bereits vor einer Woche schrieben, wie „ehrfürchtig“ man sich ihre Spiele ansehe. Um so geschmeichelter fühlten sich unsere Spieler, dass auch die Jahner mit geschätzt 10 -15 Leuten „ehrfürchtig“ unserem Spiel beiwohnten, auch wenn sie verständlicherweise der Heimmannschaft die Daumen drückten. Es ist schön zu sehen, wie viel Respekt man vor der Leistung der jeweils anderen Mannschaft hat, da es für beide Teams noch um den letzten Aufstiegsplatz geht. Ein Straucheln kann das Ende der C-Liga für die nächste Saison bedeuten. Dass es in dem Spiel nicht zur Bruchlandung kam, dafür sorgten Dominik Herzog und Christian Steinborn in der 60. Minute. Nach einem schnell ausgespielten Konter, setzte Herzog einen Zuckerpass auf die Dampflok Steinborn, der frei vorm Schlussmann der Lippetaler mit links gekonnt den Ball ins untere Eck schlenzte. Die Freude bei den Grün-Roten war riesig, doch vorbei war das Spiel noch nicht. Immer wieder setzten die Lippetaler gefährliche Angriffe gegen die Pfeifer-Elf und machten mehr als deutlich, dass sie hier mindestens einen Punkt mitnehmen wollten. In der 80. Minute dann der Schock: Nach einer unnötig und wenig cleveren Tätlichkeit aus dem Affekt heraus, hatten die Lippetaler noch einmal einen Freistoß an der rechten Strafraumecke. Bei dem Versuch, den Ball wegzufausten, knickte Schlussmann Pfeifer um. Der schnell anschwellende Knöchel ließ nichts Gutes erahnen. Doch wer Klaus Pfeifer kennt, der weiß, dass er für sein Team alles gibt. So stand bis zum Schluss ein humpelnder Keeper im Tor, der noch immer reichlich zu tun hatte. Eine unvorteilhafte Situation, die absolut vermeidbar war, wenn man sich zuvor intelligenter angestellt hätte. Damit blieb das Spiel spannend, bis zum Abpfiff. Umso größer war die Erleichterung nach dem Abpfiff bei den Sportfreunden. Ein Unentschieden wäre aufgrund der Chancen auf beiden Seiten mehr als gerecht gewesen, doch zählen beim Fußball die geschossenen Tore. Hier hat ein Tor gereicht, um den Traum vom Aufstieg aufrecht zu erhalten. Zwar haben die Sportfreunde weiterhin den Matchball, doch auch für die Mannschaft von TuS Jahn Soest ist noch alles drin. Eine spannende Ausgangssituation, die sich beide Mannschaften hart erarbeitet haben. Da wird hin und wieder auch mal „ehrfürchtig“ auf den Mitkonkurrenten geschaut und gehofft, dass er stolpert… Das nächste Spiel der Sportfreunde findet am 17.05 um 19:00 Uhr in Ostönnen statt. Kein leichtes Spiel, wenn man bedenkt, dass sie gegen den SC Lippetal ein achtbares Unentschieden geholt haben. Nur ein Sieg kann der Zweiten helfen!!!