Mit einem fulminanten 5:1-Sieg konnten sich die Sportfreunde einen Spieltag vor Saisonende die Silbermedaille sichern. Der Aufstieg ist zwar noch nicht zu 100% besiegelt, da, wie bereits erwähnt, aus der Bezirksliga noch eine Soester Mannschaft rein rechnerisch absteigen kann. Diesen zweiten Platz wollten die Soest-Müllingser dennoch halten. Das Spiel selbst verlief ausgesprochen gut aus Sicht der Sportfreunde. Trainer Klaus Pfeifer fand schon vor dem Spiel in der Kabine die richtigen Worte. Dabei verdeutlichte er der Mannschaft noch einmal, was sie binnen weniger Monate erreicht hat, von einer Beinahe-Abmeldung im Juli nach dem verlorenen Relegationsspiel, über eine „bockstarke“ und überraschende Hinrunde, bis hin zu einer großen Gelegenheit, die Saison zu vergolden und einen Aufstieg zu erreichen. Als sei dies nicht genug gewesen, erwarteten kurz nach der Kabinenansprache unsere Spieler draußen die komplette erste Mannschaft sowie zahlreiche Vereinsmitglieder, die ihren Vereinskameraden von Außen stets den Rücken stärkten und jederzeit die nötige Motivation lieferten. Da staunten die Spieler nicht schlecht über so viel Rückhalt. Schon mit Anpfiff zogen die Soest-Müllingser ihr Spiel auf, indem sie den Ball laufenließen. Bereits in den ersten 5 Minuten gab es zwei hochkarätige Chancen für die Sportfreunde durch Timo Ewers und Dominik Herzog. Doch sowohl der Schlussmann der Ostönner, als auch das Aluminium hatten was gegen ein frühes Tor. „Wenn schon kein Offensivakteur das Tor machen will, dann eben ein Verteidiger“, dachte sich in der 23. Minute Benjamin Hasseler, als er freistehend vorm gegnerischen Gehäuse den Ball in die Maschen versenkte. Keine 2 Minuten später erhöhte Timo Ewers auf 2:0 für die Sportfreunde. Anschließend beruhigte sich die Partie. Die Grün-Roten schalteten einen Gang runter, was der Heimmannschaft zugute kam. In der Halbzeitpause gab es neue Anweisungen für die zweiten 45 Minuten. Insbesondere das „Ballhalten“ sollte hierbei beachtet werden, mit Erfolg, wie sich in der 52. Minute herausstellte, als Timo Ewers frei vorm Torwart erneut einnetzte. Anschließend machte sich der Schlendrian im Spielaufbau breit. Pässe wurden nicht mit der nötigen Konzentration gespielt. Man wähnte sich bereits als vorzeitiger Sieger, ohne dabei bedacht zu haben, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Prompt erhielt man die Quittung. Mit dem 3:1 (59.) bimmelten bei jedem gleich die Alarmglocken. Eine lautere Ansage vom Coach, der dieses mal von der Seitenlinie agieren musste, genügte, ehe die Konzentration wieder hochgefahren wurde. Das Aufflackern des Gegners währte nur kurz. Nach einem zuvor stark abgewehrten Schuss durch den Schlussmann der Ostönner konnte Fabian Wenz seelenruhig vollstrecken. Das Spiel schien entschieden zu sein. Einen Treffer gab es jedoch noch zu bewundern. Nach einer Ecke, getreten durch Dominik Herzog, vollstreckte Christian Steinborn per Kopf zum 5:1 (75.) Endstand. Die Sportfreunde ließen nun nichts mehr anbrennen und warteten gespannt auf den Abpfiff. Nach dem Spiel bildete der Kader der Saison 18/19 einen Mannschaftskreis und feierte sich ausgiebig selbst, ehe der Vizemeister seinem „Schöpfer“ eine ordentliche Bierdusche verabreichte. Sehr zum Leidwesen von Sascha Stitz, der dem vergossenen Bier schmerzlich hinterhertrauerte. Das letzte Spiel gegen den Meister der D-Liga, dem SuS Scheidingen, kann nun ohne Druck bestritten werden. Am besten unter ZWEI direkten Aufsteigern und einer gemeinsamen Feier auf dem Sportplatz an der Lippstädter Straße.