Beim diesjährigen Dachdecker Droste Cup an der alten Windmühle in Soest, der für die Sportfreunde DAS Highlight der gesamten Saison darstellte, gab es erneut einiges zu erleben. Neben den traditionellen Altherren- und Hobbyturnieren wurde zudem ein Freundschaftsspiel zwischen der Handballmannschaft der HSG und der zweiten Mannschaft der Sportfreunde Soest-Müllingsen ausgetragen.

Los ging es am Freitag, den 31.05, beim Altherrenturnier. Hier wusste der Lokalrivale des SVW zu überzeugen, indem dieser mit 11 Punkten und 6:0 Toren auf Platz eins landete. Mit der gleichen Anzahl an Punkten und geschossenen Toren und nur einem Gegentor mussten sich die Sportfreunde mit dem zweiten Platz begnügen. Der SC Neuengeseke belegte mit 10 Punkten und 4:2 Toren den dritten Platz. Der SuS Günne holte bei einem Torverhältnis von 4:5 und 5 Punkten den vierten Platz. Der fünfte Platz ging an den TuS Jahn Soest bei 2:9 Toren und 3 Punkten. Für GW Allagen reichte es bei einem Punkt und 2:7 Toren leider nur für einen sechsten Platz. Nach dem Turnier gab es noch eine gesellige Runde der teilnehmenden Mannschaften rund um den Bierwagen. In Anbetracht dessen, dass es im Kreis Soest nur noch wenige Altherrenmannschaften gibt, konnte man mit der Bilanz der teilnehmenden Teams sehr zufrieden sein. 

Der Dartverein Soest, der ab der kommenden Saison seine Heimspiele an der alten Windmühle austrägt, stellte für die Zuschauer zwei mobile Dartscheiben aus, auf die diese sich ausprobieren durften. Auch diese Angebot kam gut an. 

Sonnige Aussichten zeichneten sich bereits einige Tage im Voraus für das Hobbyturnier ab. Bei 8 teilnehmenden Teams war die Wartedauer bis zum nächsten Spiel nicht zu lang und nicht zu kurz. Regelmäßige „Trinkpausen“ am Bierwagen sorgten zudem für eine sehr heitere Stimmung bei allen Beteiligten. Den jährlich ausgetragenen „Trinkerpokal“ holten sich zum wiederholten Male die „Promilleprinzessinnen“. Schon vor dem Turnier flößten sie bei so manch anderem trinkfesten Team Respekt und Vorfreude gleichermaßen ein. Nach 7 Spielen im Jeder-gegen-Jeden-Modus erreichten die ersten 4 Teams das Halbfinale. So kam es zunächst zu folgendem Ergebnis: Die Promilleprinzessinnen sicherten sich einen Punkt bei 5:16 Toren, wodurch sie auf Platz 8 landeten. 7:13 Tore und 5 Punkte, das war das Ergebnis der sonst immer recht stark aufspielenden Don Promillos. Dieses mal reichte es leider nur für den 7. Platz. Die Mannschaft „10 Freunde Soest“, die allerdings mit 12 Mann eines der bestbesetztesten Teams des Turniers war, erreichte bei 5:6 Toren und 8 Punkten den 6. Platz. Für einen besonderen Eindruck sorgte vor allem ihr Keeper, der mit über 70 Jahren noch so manchen jungen Seniorenspieler durch seine starken Paraden einiges abverlangte. Der „Dartverein Soest“ bewies indes, dass seine Mitglieder nicht nur zielgerichtet Pfeile auf eine Scheibe werfen können, sondern hin und wieder das Runde ins Eckige unterbringen können. Auch sie wiesen ein Torverhältnis von 5:6 auf, allerdings verwalteten sie diese etwas besser, wodurch sie mit 10 Punkten knapp am Weiterkommen scheiterten, sich aber mit dem 5. Platz sehr begnügten. „APL“ hingegen schnappte sich eines der heißbegehrten Halbfinaltickets. Mit 6:4 Toren und 11 Punkten rangierten sie auf Platz 4. „Die Ehrfürchtigen“ traten erstmals mit diesem Namen an. Gespielt haben sie allerdings schon öfters zusammen. Nach 3 Niederlagen in Folge legten sie in den letzten 4 Spielen den Turbo ein und sicherten sich in der Endrunde den 3. Platz mit 10:7 Toren und 12 Punkten. „Energy Kopfnuss“ bewies Angriffsstärke. Sie bildeten nach der Endrunde den besten Sturm. 14:7 Tore und 15 Punkte katapultierten sie direkt auf den zweiten Platz. Für den ersten Platz kam allerdings nur eine Mannschaft in Frage. „Eintracht Prügel“ zog ungeschlagen, mit lediglich zwei Unentschieden, 11:4 Toren und 17 Punkten als Erstplatzierter in die K.O. Phase ein. Im ersten Halbfinale trafen „Eintracht Prügel“ und „Die Ehrfürchtigen“ aufeinander. Hier zeigte sich jedoch schnell, wer mehr ins Finale wollte. Mit 3:0 zog die Eintracht ins Endspiel ein. Das zweite Halbfinale entschied Energy Kopfnuss durch ein 2:0 gegen APL für sich. Im Spiel um Platz 3 fand sich nach 10 Minuten kein Sieger. Ein 7-Meterschießen sollte Klarheit bringen. Hier bewiesen die Ehrfürchtigen Coolness und ergattern sich mit 2:1 schließlich die begehrten Wertmarken für einen vollen Träger. Das Finale zwischen Eintracht Prügel und Energy Kopfnuss war hitzig und spannend zugleich. Hier setzte sich die Eintracht Prügel am Ende mit 2:1 durch und sicherte sich den ersten Platz. 

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Freundschaft. Nachdem im Januar die zweite Mannschaft der Sportfreunde Soest-Müllingsen ihre ersten Versuche im Handball unternommen haben, bei denen sie immerhin 5 Tore erzielte, gab es nun das Rückspiel beider Teams auf dem Sportplatz in Soest. Hier bewiesen die Handballer, wie auch sonst, ein glückliches Händchen. Früh gingen sie mit einem sehr schönen Heber mit 1:0 in Führung. Die Sportfreunde rieben sich verdutzt die Augen, ehe Rene Trojan einen fälligen Elfmeter gekonnt ins untere rechte Torwarteck zum 1:1 versenkte. Das 2:1 erzielte Dominik Herzog über rechts kommend. In der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen den 2:2 Ausgleich zu erzielen. Somit endete die Partie schiedlich-friedlich-Unentschieden. Im Anschluss wurden die Spieler der Mannschaft von Klaus Pfeifer mit Urkunden zum gelungenen Aufstieg in die C-Liga geehrt. Timo Ewers und Dominik Herzog erhielten zusätzlich jeweils eine kleine Trophäe für ihre je 12 geschossenen Tore im Ligabetrieb, womit sie die besten Torschützen der Sportfreunde waren. Auch Lena Gröne und Sandra Bender, die Betreuerinnen der Mannschaft, erhielten als besonderen Dank ein kleines Andenken. 

Insgesamt blicken die Sportfreunde auf ein sehr gelungenes Sportwochenende zurück. Allem voran ist es „Menne“ Basner und Waldemar Kochler zu verdanken, dass jeder Tag so reibungslos wie nur möglich vonstatten ging. Sie waren die ersten beiden, die am Platz standen und die letzten beiden, die stets abschlossen und damit auf ihr wohlverdientes Wochenende verzichteten. Doch auch das Helferteam aus der ersten Mannschaft, das am Samstag im Einsatz war, bzw. als Schiedsrichter fungierte, sowie die Helfer aus dem passiven Bereich sind nicht zu vergessen und haben auch ein riesiges Dankeschön verdient. Doch wie bei allem gibt es auch Kleinigkeiten die nicht so optimal abliefen, wie ursprünglich geplant. Diese wurden direkt vom Vorstand auf die Fahne geschrieben, sodass im nächsten Jahr ein noch besseres Sportwochenende ausgetragen werden kann.